Montag, 12. Januar 2015

Helfen? Dann erst mal Klappe halten!


Video der Woche

Eigentlich ist es ein Vortrag. Aber was für einer! Die meisten von Euch kennen die TED Talks. Und die meisten kennen sie ...woher? Durch Videos!
Darum geht's heute. Aber zunächst ein erstklassiger Beispiel-Talk: Aid-Worker Ernesto Sirolli erzählt humorvoll, wie seine NGO in Afrika alles falsch gemacht hat (20 min, aber die lohnen sich!):


Youtube Direktlink

Eine herrliche Message: "Wer helfen will, muss erst mal Klappe halten und zuhören." Mir gefällt auch diese hervorragend: "Nicht helfen, wenn man gar nicht gerufen wurde." - so gehen z.B. Survival International vor, siehe meinen Beitrag Sept 2014 dazu. Aber heute geht es um Konferenz-Talks & Video.

TED Talks sind ein Konferenzformat für neue, inspirierende Ideen, die vor Ort Diskussionen anregen, ein engagiertes Publikum anziehen und vor allem über Videoplattformen geteilt werden. Die Mischung von Neuigkeiten aus Wissenschaft, Kunst, Design, und dann eben auch NonProfit und Bürgerschaftsengagment zieht eine bunte Mischung von Interessierten an, die - für NonProfits ja sehr wichtig - Multiplikatoren sind. Viele Talks werden anschließend in Netz auf Blogs und Facebook viral verbreitet und damit ist dies eine ganz hervorragende Seeding-Strategie. Satorelli's Vortrag z.B. hab ich selber über den Blog Topnonprofits gefunden.
Man muss eben einen inspirierenden Vortrag und Redner stellen können. Und eines natürlich vermeiden: Eigenwerbung. Ach ja: Und die Veranstalter muss man auch noch überzeugen - man kann sich da üblicherweise nicht "einladen".

Was viele nicht wissen: Es gibt in Deutschland einige lokale TEDx Events, in vielen Großstädten, wie etwa in Stuttgart, aber auch kleineren Orten. Ein typisches Programm kann man mal hier ansehen:
Dabei findet dann z.B. auch eine Bürger-Initiative wie Occupy Villa Berg ein breites Publikum. Ein anderes Beispiel mit direkten Abrufzahlen: Ein Theaterprojekt für sozial benachteiligte Menschen. Der Vortrag selber hat den Redner kein Geld gekostet, jetzt hat er aber für sein Projekt ein Video mit 1.500 Zuschauern. Für eine kleine Lokalinitiative ist das schon eine Traum-Reichweite, und auch noch über den Kreis der eigenen Supporter hinaus.

Neben TED gibt es ähnliche kommerziellen Vortragsreihen z.B. PekaKucha.org - Vorträge, deren Präsentationen auf 20 Slides zu je 20 Sekunden begrenzt sind und online abrufbar. Auch in Köln und Berlin, allerdings nicht als Video, ähnlich ist auch bei Ignite, die z.B. in Berlin stattfinden, und sogar nur 15x20 Sekunden erlauben, dafür besser über Video verbreitet werden.

Fazit: Konferenzen dieser Art sind ein interdisziplinäres Happening, dass für eine NonProfit Organisation sehr gut geeignet sein kann, um zu hochwertigem Videomaterial PLUS gleich auch einer Seeding-Plattform zu kommen. Wenn man denn etwas Neues und Inspirierendes zu sagen hat!

***************
Am Mittwoch poste ich noch einen TEDx Vortrag über Hater & Bullying im Netz und in Kommentaren - etwas, das jede NGO mit Facebook-Seite sicher kennt und irgendwie damit umgehen muss.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen